Als meine Eltern 1966 mit einem kleinen Boxermädchen nach Hause kamen, ahnte ich, damals gerade sechs Jahre alt, noch nicht, daß mich diese Hunde nie wieder loslassen würden.

 

Meine Geschwister und ich wuchsen mit Astra auf, und wir hatten in ihr eine super Spielkameradin. Astra konnte sogar Mühle spielen und fing meisterhaft Federbälle. Sie verriet die Indianer, wenn wir die Cowboys waren, sie klaute Mutters gerade gebackenen Sonntagskuchen und liebte Eis genauso wie ich. Sie war für jeden Streich zu haben, hatte nie schlechte Laune, schmuste auch furchtbar gern und wurde nachts von uns Kindern  unter der Bettdecke versteckt. Allerdings raufte sie mit Leidenschaft und gehorchte mehr oder weniger überhaupt nicht.

 

Vielleicht war dies mit ein Grund, warum ich Jahre später, nämlich 1978, als ich mit meiner ersten eigenen Hündin in den Boxerklub München eintrat, begeisterte Hundesportlerin wurde. Dieses Hobby fesselt mich auch heute noch. Nachdem ich sechs Jahre Ausbildungswartin in der Gruppe Schaumburg war, bin ich heute aktive Hundeführerin und Zuchtwartin z.b.V und teile mit mehreren Boxern mein Sofa.

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1999 erblickten dann die ersten Welpen in meinem Zwinger das Licht der Welt. Und wenn meine kleinen Strolche durch Haus und Garten sausen, die Welt entdecken, Unfug machen und sich insbesondere für jedes Spiel sofort motivieren lassen, bin ich immer wieder davon überzeugt, daß sich der Boxer gerade aufgrund seines so enorm hohen Spieltriebes zum einen für alle Sparten des Hundesportes eignet und zum anderen als ganz besonders kinderlieber Familienhund hervortut.